Mobbing

Gefahren

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Gefahren - Wenn die Neuen Medien zur Waffe werden

Warum Kinder und Jugendliche andere mobben

Ihr Kind wird immer ruhiger und zieht sich zurück. Freunde haben es schon gefühlte Ewigkeiten nicht mehr besucht. Und von den Lehrern haben sie erfahren, dass es in der Schule keinen Anschluss mehr hat. Vielleicht wird es gemobbt? Leider ist dies immer öfter der Grund für ein solches Verhalten. Im Zeitalter der unglaublichen digitalen Möglichkeiten können Handy, Internet und soziale Netzwerke zur „Waffe“ werden.

Fehlende Empathie?

Als Erwachsener kann man das Phänomen Cybermobbing oft nicht in den Maßen nachvollziehen, wie es auftritt. Schließlich gab es in den Jugendzeiten der jetzigen Elterngeneration noch kein Cybermobbing. Mobbing findet meist direkt oder per schlechte Nachrede statt, während Cybermobbing alle modernen Kanäle nutzt. Der Betroffene kann sich kaum vor Beleidigungen oder Diffamierungen schützen oder ihnen entfliehen. Er bekommt z. B. gemeine Nachrichten über Messenger wie WhatsApp oder über Soziale Netze. Die Möglichkeiten sind groß und kaum überschaubar, denn immer neue Portale öffnen sich, die die Nutzer geradezu zum Cybermobbing aufrufen (s. u. bei ask.fm).

Rache und Spaß

Doch wie kommt es überhaupt dazu, dass Jugendliche und Kinder sich gegenseitig mobben?

Im Fall des Cybermobbings stecken gefährliche Tendenzen dahinter. Darüber sprach Dr. Justin Patchin, Professor der Strafrechtspflege in der Abteilung Politikwissenschaft an der Universität von Wisconsin-Eau Claire, auf dem 1. Internationalen Cybermobbing Kongress, der im September 2013 in Berlin stattfand. Die Hauptgründe für Cybermobbing sind jedoch Rache und Spaß, so Patchin. 

Rache meist, da der Haupttäter sich selbst gemobbt fühlt bzw. da etwas zwischen ihm und dem Opfer vorgefallen ist. Was jedoch viel gefährlicher ist: Cybermobbing als oder aus Spaß. Teilweise wird regelrecht ein „Sport“ daraus gemacht, Personen online oder per Handy fertigzumachen. Denn es fällt Tätern natürlich viel leichter mit ein paar ausfallenden Worten jemanden zu verletzen, den man nicht sieht.

Negativbeispiel: Ask.fm

Haben Sie schon mal von Hannah Smith gehört? Hannah war ein Teenager aus England, der fleißig auf der Webseite ask.fm unterwegs war. Durch ihren Selbstmord hat sie traurige Bekanntschaft erlangt. Denn im Vorfeld wurde sie auf dem Portal mit wüsten Beschimpfungen und Diffamierungen bombardiert. Ob dies der Auslöser war oder einfach nur in Kombination mit ihren anderen psychischen Problemen entstanden ist, ist natürlich schwer nachvollziehbar.

Doch Tragödien wie diese erreichen immerhin etwas: Die öffentliche Aufmerksamkeit für das Portal ask.fm.


Was ist ask.fm und wie funktioniert es?

Auf der Internetplattform kann dem Nutzer, wie der Name schon verrät, Fragen gestellt werden und das sowohl von Personen, die ask.fm nutzen, aber auch allen anderen, die dies anonym tun. Hinzu kommt der Punkt, dass jeder auf die ask.fm-Profile zugreifen kann, da diese öffentlich zugänglich sind. Und auch Fotos, Wohnort, Verlinkungen, Name oder alle Daten, die man freiwillig angibt, sind für jeden sichtbar.

Aber das Hauptproblem ist, dass jeder alles schreiben und posten kann. Da werden schon mal Screenshots des eigenen Handys mit Angabe des Nutzernamens bei WhatsApp oder ein Bild der kleinen Schwester veröffentlicht. Was natürlich im Bezug auf das Thema Privatsphäre extrem bedenklich ist. Oder aber Cybermobber nutzen das Portal, um ihre Opfer anonym zu verfolgen, zu beleidigen und zu diffamieren. Ask.fm filtert die anonymen Inhalte nicht und daher ist das Portal überhaupt nicht für Kinder oder Jugendliche geeignet.  

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