Für Eltern

Achtung, Abzocker!

Für Eltern

Achtung, Abzocker!

Achtung Abzocker!

Eine Reihe von Webseiten im Internet verspricht geradezu verdächtig fantastische Angebote: kostenfreie SMS, Online-IQ-Tests, Hausaufgabenhilfe, Musik-Downloads und vieles mehr.

Gerade wenn es darum geht, an der eigenen Handyrechnung zu sparen, die Hausaufgaben nicht selbst machen zu müssen oder einen aktuellen Kinofilm direkt am Computer zu sehen, ist die Gefahr für Kinder und Jugendliche groß, unseriösen Internetseiten zum Opfer zu fallen.

Die Rechnung erhalten am Ende Sie - sorgen Sie deshalb rechtzeitig vor.

Die Onlineabzocke ist ein großes Geschäft im Internet. Zum Teil kriminell sind die Methoden, mit denen manche Betreiber versuchen, Jugendliche reinzulegen und ihnen einen Vertrag aufzuschwatzen, den sie gar nicht unterschreiben wollten.

Jährlich fallen allein in Deutschland Tausende von Internetnutzern auf die Tricks der Abzocker herein. Die Internetabzocker verdecken bewusst die Information, dass die Nutzung oder Registrierung kostenpflichtig ist. Teilweise beschäftigen die Abzocker Psychologen, die damit beschäftigt sind, die Preisinformation so zu verstecken, dass sie von Internetnutzern nicht gelesen werden. Auch dass grundsätzlich ein 14-tägiges Rücktrittsrecht besteht, wird entweder gar nicht oder nur sehr gut versteckt erwähnt.

Das Geschäft mit der Angst

Abzocker verdienen teilweise jährlich einige Millionen Euro mit ihren fiesen Tricks. Einige von ihnen versenden jede Woche tausende Rechnungen an potenzielle Opfer. Einige zahlen sofort, andere weigern sich.

Wird die Rechnung nicht bezahlt, drohen die Internetabzocker mit weiteren rechtlichen Konsequenzen:

  • Rechtsanwalt
  • Inkassobüro
  • Mahnbescheid
  • Schufa-Eintrag

Lassen Sie sich nicht einschüchtern! Abzocker leben vom Geschäft mit der Angst und davon, dass Menschen falsche Rechnungen begleichen, weil sie rechtliche Konsequenzen fürchten.


Wer steckt dahinter?

Hinter den Internet-Abzockern stecken fiese Typen, die Wege suchen, Jugendliche und Erwachsene, die im Internet einen Fehler machen, abzuzocken. Teilweise verdienen die Abzocker einige Millionen Euro pro Jahr.

Positives Beispiel:
Das Landgericht Mannheim hat in einem Urteil vom 12.05.2009, Az. 2 O 268/08, klargestellt, dass die Internetabzocker-Firma (in diesem Fall die Content Services, Ltd. aus Mannheim) Minderjährigen nicht mit einer Strafanzeige wegen Betrugs drohen darf, falls sie bei der Anmeldung ein falsches Alter angegeben haben.


Hilfe für Sie

Internetabzocker versuchen ihre Opfer solange einzuschüchtern, bis sie die unberechtigten Rechnungen zahlen. Weisen Sie unberechtigte Rechnungen und Forderungen immer zurück.

Grundregeln:

1. Nicht zahlen

Wenn Sie sich sicher sind, dass es sich bei einer Rechnung um eine Internetabzocke handelt, bezahlen Sie sie nicht!

Beispiel: Sie haben eine Rechnung der Firma Content Services, Ltd. aus Mannheim für die Nutzung der Webseite www.opendownload.de erhalten. Sie sind sich nicht sicher, ob die Rechnung rechtens ist. Verschaffen Sie sich einen ersten Überblick per Google.

Klicken Sie auf folgenden Hyperlink und bewerten Sie das Ergebnis:

www.google.de (mit Suchbegriff)

2. Widersprechen

Lassen Sie sich keine Angst einjagen, auch wenn die Abzocker mit Rechtsanwälten, Inkassobüros, Schufa-Einträgen und Mahnbescheiden drohen!

Wir haben zwei vorformulierte Antwortschreiben zum Download bereitgestellt. Laden Sie das entsprechende Schreiben einfach herunter, füllen Sie es aus und senden Sie es per Einschreiben mit Rückschein ab. 

Download Antwortschreiben für Minderjährige

Download Antwortschreiben für Volljährige

3. Unsicher?

Wenn Sie sich unsicher sind, ob es sich bei einer Rechnung tatsächlich um eine Abzocke handelt, erkundigen Sie sich zunächst bei der Verbraucherschutzzentrale oder einer auf Internetabzocke spezialisierten Anwaltskanzlei.

Wir arbeiten in diesen Fällen mit der Kanzlei Berberich, Friedrich, Schmucker & Partner zusammen. Die Kanzlei hat eine eigene Fachabteilung für Internetrecht.

Kontaktdaten:

Kanzlei Berberich, Friedrich, Schmucker & Partner

  • Ansprechpartner: Rechtsanwältin Nina Hamann-Herzog
  • Anschrift: Hetzelgalerie 2, 67433 Neustadt/Weinstraße
  • Telefon: 0 63 21 / 39 93 0
  • Telefax: 0 63 21 / 39 93 33
  • E-Mail: kanzlei(at)bfs-nw(dot)de
  • Internet: www.bfs-nw.de

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